4 bestehende Mastanlagen "Am Moor"

Entwicklung der Hähnchenhaltung in Schwarme

2004

Familie Loerke errichtet auf einer landwirtschaftlichen Fläche Am Moor in Schwarme einen Stall zum Mästen von ca. 30.000 Hähnchen.

Vor der Inbetriebnahme wird der moderne Stall den Nachbarn und geladenen Gästen gezeigt.

2006

Martin Loerke beantragt den Bau eines weiteren Maststalls für ca. 30.000 Hähnchen.

Gleichzeitig wird die gesamte Anlage in eine gewerblich privilegierte Anlage mit insgesamt 59.800 Hähnchen umgewandelt, um keine Futtergrundlage nachweisen zu müssen. Es ist nur ein Flächennachweis für die Ausbringung von Substrat (= Hähnchenkot) erforderlich.

Diese Umwandlung einer landwirtschaftlich privilegierten Anlage in eine gewerblich privilegierte Anlage ist nach damals gültigem Baurecht möglich.

2009

Martin Loerke verdoppelt mit den Ställen 3 und 4 die bisherige Mastkapazität gegen den lautstark vorgetragenen Protest von Anwohnern und Nachbarn. Die Suche nach alternativen Standorten und Kompromissen wird von Martin Loerke abgebrochen.

Damit erreicht die Anlage die an dem Standort Am Moor höchst mögliche Kapazität von ca. 120.000 Plätzen für die Hähnchenmast.

Das Problem der Zuwegung wird bis heute (2014) nicht abschließend geregelt.

2011

Martin Loerke beantragt den Bau eines Maststalls für 29.900 Hähnchen sowie einer Mistlagerplatte und Nebeneinrichtungen im Beppener Bruch bei der Gemeinde Thedinghausen.

Der Rat der Gemeinde Thedinghausen beschließt eine Zurückstellung der Bauanträge, da die Vorhaben im künftigen Bebauungsplan „Eyterniederung – Beppener Bruch“ liegen und die Planung der Gemeinde durch diese Vorhaben unmöglich gemacht oder wesentlich erschwert werden könnte.

13.12.2013

Der Rat der Gemeinde Schwarme beschließt mit Mehrheit die Aufstellung eines Bebauungsplans für den nördlichen Teil des Schwarmer Bruchs, um u.a. natürliche Lebensräume und die Naherholung zu fördern.

Anfang 2014

Dem Rat der Gemeinde Schwarme wird mitgeteilt, dass Martin Loerke auf einer Fläche im Schwarmer Bruch 2 landwirtschaftlich privilegierte Ställe zum Mästen von ca. 84.000 Hähnchen errichten möchte. Es zeichnen sich Probleme mit der Zuwegung und dem Nachweis einer langfristig (12 Jahre) gesicherten Futtergrundlage ab.

4.März 2014

Auf einer Informationsveranstaltung zum möglichen Bau der beantragten neuen Hähnchenmastanlage erklärt Martin Loerke, dass das angestrebte Projekt wegen der langfristig zu sichernden Futtergrundlage zum Scheitern verurteilt sei.

Anfang Mai 2014

Der Rat der Gemeinde Schwarme erfährt, dass Martin Loerke den erforderlichen Flächennachweis zur Sicherung der Futtergrundlage wider Erwarten durch langfristige Pachtverträge erbracht hat, so dass die geplanten Ställe im Schwarmer Bruch als landwirtschaftlich privilegiertes Bauvorhaben im Außenbereich genehmigungsfähig sind.

02. Juli 2014

In der Ratssitzung am Mittwochabend, den 02. Juli 2014, in Robberts Huus wird mit großer Mehrheit das Einvernehmen zu den geplanten Mastanlagen im Schwarmer Bruch vom Gemeinderat Schwarme versagt.

15.10.2014

Nach der Präsentation erster Ergebnisse für einen Landschaftsentwicklungsplan für das Schwarmer-Uenzer Bruch beschließt der Rat der Gemeinde Schwarme eine zweijährige Veränderungssperre für den nördlichen Teil des Schwarmer Bruchs, um den beabsichtigten Bebauungsplan und Ruhe diskutieren und aufstellen zu können.
Gleichzeitg wird dem Gemeinderat mitgeteilt, dass der nieders. Landwirtschaftsminister Meyer die Durchführung einer Flurbereinigung im Schwarmer Bruch bewilligt hat und diese bezuschussen wird.

24.11.2014

Der Gemeinderat Schwarme beschließt, auf Empfehlung der Samtgemeinde Bruchhausen Vilsen und mit großer Mehrheit im Rat, keine Ausnahme für die am 15.10.2014 beschlossene Veränderungssperre im Bruch zu erteilen.

09.06.2015

Der Bauantrag einer Hänchenmastanlage im Schwarmer Bruch wird vom Antragsteller zurückgezogen.